Wir über uns

Der Geschichts- und Burgverein Partenstein wurde am 30. Januar 2004 von mehr als hundert interessierten Bürgerinnen und Bürgern gegründet. Mit dem Verein war es möglich, die ein Jahr zuvor begonnenen archäologischen Untersuchungen um und an der Burg Bartenstein auf eine rechtliche und finanzielle Basis zu stellen.

Gruppenbild des Geschichts- und Burgvereins anlässlich der Fertigstellung des Tretrads im Sommer 2008

Die Grabungen, die zwischen 2004 und 2017 auf dem Burghügel stattfanden, sind mehr oder weniger einem Zufall zu verdanken. Unser Mitbürger Reinhold Scherg hatte bei Filmaufnahmen einige Keramikscherben, Bruchstücke von Dachziegeln sowie einzelne Ofenkachelstücke entdeckt. Nach Rücksprache mit dem damaligen Bürgermeister Heinz Steigerwald und dem Archäologischen Spessartprojekt wurde das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege eingeschaltet. In der Folge erhielten wir für die Freilegung jener Mauerzüge eine Grabungsgenehmigung. Die Untersuchungen sollen in einem archäologischen Park münden. Auch der Verein hat durch seine Mitgliedsbeiträge und durch zahlreiche Veranstaltung, darunter mehrere Burgfeste, ebenfalls einen beachtlichen Beitrag geleistet. Weitere finanzielle Unterstützung erhielten wir durch den Landkreis Main-Spessart, die „Wörnitzstiftung“ in Lohr, die Sparkasse Mainfranken und die Raiffeisenbank Lohr. Darüber hinaus haben sich auch die Firma „Weber-Werbung“ und andere einheimische Geschäftsleute stark engagiert.

Die von der Gemeinde in Auftrag gegebene geophysikalische Prospektion, die bereits 2004 durchgeführt wurde, ergab, dass die uns bekannten Grundrisse von der Burg mit der Wirklichkeit übereinstimmten. Viele Mauerteile waren knapp unter der Oberfläche vorhanden. Die bei den Grabungen aufgetauchten Mauerzüge und die historischen Funde machten die Untersuchungen für die Ortsansässigen immer interessanter. Die Gemeinde sah sich dazu veranlasst, das Projekt sowohl finanziell als auch personell zu fördern. Eine nicht unerhebliche Förderung erfolgte durch die Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken.

Unter der fachkundigen Leitung des Archäologen Harald Rosmanitz und unter Mithilfe von Studenten der Universitäten Gießen, Kiel, Heidelberg und Würzburg wurden im Laufe von 13 Jahren die noch vorhandenen nunmehr sichtbaren Umfassungsmauern und die vorgelagerte Zwingermauer der Burgruine freigelegt und Zug um Zug, unter der fachkundigen Leitung von Herbert Amend und Willi Heinsen und durch die Mithilfe engagierter Bürger, saniert, restauriert und teilweise wieder aufgebaut.

Sanierung der nördlichen Zwingermauer durch den Geschichts- und Burgverein Partenstein im Jahre 2007

Im Jahre 2007 begannen erste Arbeiten zur Inwertsetzung der Ruine. Herzstück der mittelalterlichen Baustelle, die bei den festen auf der Burg für jeweils wenige Tage reaktiviert wird, ist ein Tretrad. Die Errichtung dieser mittelalterlichen Baumaschine ist dem selbstlosen Einsatz unseres Zimmerermeisters Günter Amend mit Unterstützung der Zimmerei Kunkel zu verdanken. Zu dem Tretrad hat sich inzwischen eine Brücke über den westlichen Burggraben sowie ein Fachwerkhäuschen über den Fundamenten einer Bastion in der nördlichen Zwingermauer hinzugesellt. Ziel ist es, das gesamte Areal für den geschichtlich Interessierten und den Erholungssuchenden in einen sich selbst erläuternden Archäopark umzugestalten.

Im Jahre 2008 schlossen sich der „Heimat- und Verkehrsverein Partenstein“ und die „Initiative Museum Ahler Kråm“ unserem Verein an. Seitdem betreuen wir auch das gemeindliche heimatkundliche Museum. Dieses zeigt das dörfliche Leben in einer Spessartgemeinde im 19. und 20. Jahrhundert. Es dient auch als Ausstellungsort für die historischen Funde von den Grabungen auf der Burgruine.

In den letzten Jahren haben sich die Aufgaben des Geschichts- und Burgvereins erheblich erweitert. Die Erstellung einer Dialekt-CD, die Präsentation von historischen Kurzfilmen der Filmwerkstatt Reinhold Scherg. Neustes Projekt ist die digitale Visualisierung von Museumsobjekten auf unserer Website. Dieses Projekt wurde erst durch die Förderung durch das Programm Neustart Kultur möglich.