Methodik

Wege zur virtuellen Rekonstruktion

Durch den Erwerb eines 3D-Scanners reiht sich das Museum „Ahler Kram“ in eine Reihe namhafter Museen ein. Aus den Ausstellungsstücken des Museums werden 3D-Modelle generiert, die virtuell betrachtet werden können. Diese digitalen Exponate sind mit einem Mausklick zu drehen und zu vergrößern. Der hochauflösende Scan ermöglicht die exakte Wiedergabe von Texturen, Oberflächenbeschichtungen und von Details, die mit dem bloßen Auge kaum sichtbar sind. Zusätzlich zur Präsentation der Digitalisate auf der Website des Vereins wird es künftig möglich sein, die 3D-Modelle an einer interaktiven Medienstation in den Räumlichkeiten des Museums selbst zu betrachten.

Für die praktische Umsetzung der digitalen Aufbereitung der Sammlung des Museums „Ahler Kram“ müssen verschiedene Phasen durchlaufen und Aufgaben bewältigt werden.

Das für die virtuelle Aufbereitung notwendige technische Equipment ist nicht nur technisch anspruchsvoll, sondern auch teuer. Daher muss sich zunächst ein, im technischen Bereich, erfahrener Wissenschaftler einarbeiten.

In dieser ersten Phase des Einarbeitens ist das Scannen von Objekten des Museums, in etwa zehn oder mehr Objekte unterschiedlicher Dimensionierung, Materialien, Alters vorgesehen. Die scheinbar geringe Anzahl lässt sich damit begründen, dass die Objekte begleitend wissenschaftlich aufbereitet und diese Informationen allgemeinverständlich überarbeitet werden müssen. Als besonders arbeitsintensiv stellen sich auch das Vervollständigen der Objekte und das Setzen in einen funktionalen Kontext dar, da hierfür über Blender entsprechende, weitere Modelle generiert werden müssen.

In den nächsten Jahren sollen auf diese Weise verschiedene Exponate des Museums digital aufbereitet werden. Pilothaft wird mit der virtuellen Präsentation ausgewählter Ofenkacheln der Burg Bartenstein begonnen.

Um die 3-D-Präsentation auch dauerhaft zu nutzen, ist es unabdingbar, die für das Museum „Ahler Kram“ zuständigen Vereinsmitglieder im Umgang mit dem 3-D-Scanner zu schulen.

Als nächster Schritt erfolgt dann die Einbindung der Digitalisate auf die Website des Geschichts- und Burgvereins e.V. sowie in die Ausstellungsräume des Museums.