Fürspan

Der Fürspan der Burg Bartenstein

Fürspan aus Silber von der Burg Bartenstein, Partenstein, ca. 1330, Museum Ahler Kram, Fd. Nr. 2616, H. 2,55 cm, Br. 2,5 cm
Fürspan aus Silber von der Burg Bartenstein, Partenstein, ca. 1330, Museum Ahler Kram, Fd. Nr. 2616, H. 2,55 cm, Br. 2,5 cm

Der Fürspan (mittelhochdeutsch für Vorspange) von der Burg Bartenstein ist zur Gänze aus Silber gearbeitet. Er stammt aus dem Brandschutt des 1333 zerstörten Palas der Burg. Dieser war vor die nördliche Zwingermauer gekippt worden. Über den Zerstörungshorizont lässt sich das Fundstück in das erste Drittel des 14. Jahrhunderts datieren.

Nur selten finden sich solche kostbaren Ziergegenstände bei Ausgrabungen – sofern nicht ein Verwahrfund zutage gefördert wird. Der Fürspan aus Partenstein setzt sich aus sorgfältig verlöteten Silberdrähten zusammen. Sechs gleichförmige Werkstücke wurden so in einem Kreis angeordnet, dass die zusammengenommen eine Blüte bilden. Im Mittelteil sitzt eine Nadel. Mit ihr lässt sich das Schmuckstück an der Kleidung befestigen. Mit dem kleinen Schmuckstück wurde der Hemd- oder Kleiderschlitz am Hals oder an der Brust verschlossen.


Weiterführende Literatur:

Egan, Geoff; Pritchard, Frances (2002): Dress accessoires c. 1150-c.1450. 2. Aufl. London (Medieval finds from excavations in London, 3), S. 247-271