600 Jahre jüdisches Leben in Laudenbach

Votrag von Geog Schirmer, Karlstadt

Am Donnerstag, 12. November 2026 um 19.00 Uhr

im Museum Ahler Kram, Am Herrenhof 8 in 97846 Partenstein

Eine Veranstaltung des Geschichts- und Burgvereins Partenstein e. V. und des Archäologischen Spessartprojekts e. V.

Der Eintritt ist frei, Spenden für den Förderkreis „Ehemalige Synagoge Laudenbach e.V.“ willkommen.


Georg Schirmer ist seit 2013 erster Vorsitzender des Förderkreises Ehemalige Synagoge Laudenbach e.V. Der Verein betreibt intensive archivalische Forschung über die jüdische Geschichte und kümmert sich um die Erhaltung und Inwertsetzung der jüdischen Stätten im Ort.

Am 12. November 1426 wurden erstmals zwei jüdische Familien in Laudenbach schriftlich erwähnt. Bis zur Deportation im Jahr 1942 lebten hier unzählige Generationen Tür an Tür mit den christlichen Nachbarn. In dem reich bebilderten Vortrag wird die spannende und sehr wechselvolle Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Laudenbach nachgezeichnet. Sie spielte eine große wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rolle und prägte unsere unterfränkische Kultur über die Jahrhunderte. Die erhalten gebliebenen Baulichkeiten der ehemaligen jüdischen Gemeinde Laudenbach sind einzigartig: eine der ältesten Dorfsynagogen in Deutschland, der große Verbandsfriedhof, das jüdische Tauchbad, zwei sogenannte „Judenhöfe“, eine Mazzenbäckerei und zwei Mühlen in ehemals jüdischem Besitz. In dem Vortrag wird auch die Burg Laudenbach in den Blick genommen: sie war Amtssitz der Grafen von Wertheim, die aus verschiedenen Gründen eine Ansiedlung von Juden in ihrem Territorium aktiv befördert haben.