Wir über uns

Der Geschichts- und Burgverein Partenstein wurde am 30. Januar 2004 von mehr als hundert interessierten Bürgerinnen und Bürgern gegründet um die ein Jahr zuvor begonnenen archäologischen Untersuchungen um und an der „Burg Bartenstein“ auf eine rechtliche und finanzielle Basis zu stellen.

Die Grabungen sind mehr oder weniger einem Zufall zu verdanken.

Unser Mitbürger, der Museumstechniker, Reinhold Scherg, hat bei Filmaufnahmen einige Tonscherben, Bruchstücke von Dachziegeln sowie einzelne Ofenkachelstücke entdeckt.

Nach Rücksprache mit dem damaligen Bürgermeister Heinz Steigerwald und dem Archäologischen Spessartprojekt wurde das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege eingeschaltet.

In der Folge erhielten wir für die Freilegung jener Mauerzüge eine Grabungsgenehmigung, die sich für die geplante Parkgestaltung des Areals als unerlässlich erwies.

Die von der Gemeinde in Auftrag gegebene „geophysikalische Prospektion“ (Bodenuntersuchung) ergaben, dass die uns bekannten Grundrisszeichnungen von der Burg mit der Wirklichkeit übereinstimmten und noch viele Mauerteile vorhanden sein müssen.

Da die bei den Grabungen aufgetauchten Mauerzüge und die historischen Fundgegenstände immer interessanter wurden, förderte die Gemeinde das Projekt sowohl finanziell als auch personell, maßgeblich.

Unter der fachkundigen Leitung des Archäologen Harald Rosmanitz und unter Mithilfe von Studenten der Universitäten Gießen, Kiel, Heidelberg und Würzburg wurden im Laufe von nunmehr sieben Jahren die noch vorhandenen Umfassungsmauern und die vorgelagerte Zwingermauer der Burgruine freigelegt und Zug um Zug, unter der fachkundigen Leitung von Herbert Amend und Willi Heinsen und durch die Mithilfe engagierter Bürger, saniert, restauriert und teilweise wieder aufgebaut.

Die doch recht beträchtlichen Kosten für die archäologischen Aktivitäten wurden in erster Linie von der Gemeinde getragen. Eine nicht unerhebliche Förderung erfolgte von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken Jedoch hat der Verein durch seine Mitgliedsbeiträge und durch die Veranstaltung von inzwischen vier Burgfesten ebenfalls einen beachtlichen Beitrag geleistet.

Weitere finanzielle Unterstützung erhielten wir durch den Landkreis Main-Spessart, die „Wörnitzstiftung“ in Lohr, die Sparkasse Mainfranken und die Raiffeisenbank Lohr. Darüber hinaus haben sich auch die Firma „Weber-Werbung“ und andere einheimische Geschäftsleute stark engagiert.

Seit dem Jahre 2007 haben wir besonders durch den selbstlosen Einsatz unseres Zimmerermeisters Günter Amend und mit Unterstützung der Zimmerei Kunkel eine mittelalterliche Baustelle mit „Tretrad“ eingerichtet.

Im Jahre 2008 schlossen sich der „Heimat- und Verkehrsverein Partenstein“ und die Initiative „Museum Ahler Kråm“ unserem Verein an.

Seitdem betreuen wir auch das gemeindliche heimatkundliche Museum.

Dieses Museum zeigt das dörfliche Leben in einer Spessartgemeinde im 19. und 20. Jahrhundert und dient auch als Ausstellungsort für die historischen Funde von den Grabungen an der Burgruine.

Für die Zukunft planen wir noch den Bau einer Brücke über den Burggraben und den teilweisen Wiederaufbau einer historischen Bastion.

Ziel ist es, das gesamte Areal für den geschichtlich Interessierten und den Erholungssuchenden in einen sich selbst erläuternden Archäopark umzugestalten.